Besuch des Ministers
Ausstellung verlängert!
7. und 8. Dezember,
jeweils 14 - 18 Uhr geöffnet!





Durch die Privatinitiative des rührigen Sagzahnschmied und Schöpfer des Museumsfriedhof Tirol -
Hans Guggenberger- sowie Tirols aktivsten Buchautor und Heimatforscher - Martin Reiter - der sich zu seinem 40. Geburtstag diesen Ausstellungskatalog als sein 40. Buch mit dem Titel "Tirols Beitrag zur Raumfahrt sozusagen selbst zum Geschenk macht, ist es gelungen, dass Tirol erstmals Raumfahrtgeschichte schreibt. Damit haben die beiden Initiatoren ein Thema gefunden, das noch in keiner Tiroler Ausstellung behandelt wurde. Und viele werden sich fragen: Was hat Tirol mit Raumfahrt zu tun? Wer die Ausstellung besucht und dieses Buch liest, findet schnell die Antwort und wird erstaunt sein, dass Tirol tatsächlich in den verschiedensten Bereichen teils sehr bedeutende Beiträge zu diesem Thema geliefert hat.

Die Besucher erwartet bei solchen Ausstellungen meist neben historischen Fakten und Dokumenten eine große Anzahl künstlerischer Exponate. Dass Hans Guggenberger und Martin Reiter in der Sonderausstellung "Tirols Beitrag zur Raumfahrt nun erstmals in Tirol das technische Potential des Landes in den Mittelpunkt stellen, ist besonders lobenswert. Tirol hat nicht nur Berge,sondern eine Menge innovativer Köpfe. So wird zum Beispiel Max Valier zwar weltweit als einer der bedeutendsten Raketenpioniere genannt, dass er aus Tirol stammte, wissen aber nur wenige. Dem von einem Hof in der Wildschönau abstammenden Hanns Hörbiger wurde sogar ein Mondkrater gewidmet und genau am ersten Tag der Ausstellung "Tirols Beitrag zur Raumfahrt werden Bilder des Tiroler Malers Helmut Zwerger mit einer Rakete von Russland aus zur Internationalen Raumstation ISS starten, wo mit diesen "Tiroler Werken die erste Vernissage stattfindet. Die Planseewerke Reutte befassen sich schon seit Jahrzehnten mit der Erforschung und Herstellung von hochwertigen Materialien für die Raumfahrt und die Sommerschule Alpbach gilt bereits seit einem Vierteljahrhundert als europäische Weltraumschmiede. Viele der heute wichtigen Personen im Raumfahrtgeschehen haben sich ihre ersten
wissenschaftlichen Sporen im Tiroler Bergdorf verdient.

Und schließlich ist der historische Boden, auf dem die Ausstellung stattfindet zu erwähnen, dem letzten original erhaltenen Prüfstand für die Triebwerke der ersten Flüssigkeitsrakete der Welt, dem Aggregat 4, das unter Hitlers Propagandanamen V2 (Vergeltungswaffe 2) und mit Sprengköpfen
bestückt im 2. Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangte. Trotzdem bauten
selbst die heutigen Raumfahrtprogramme darauf auf. Hans Guggenberger und Martin Reiter wollen weder verherrlichen, noch
verurteilen, sondern ausschließlich dokumentieren. Das ist ihnen mit dieser
Ausstellung und dem vorliegenden Buch gelungen. Sie haben ein bisher in
Tirol noch nie dokumentiertes Thema aufgegriffen und dadurch die Bedeutung
Tirols nicht nur im touristischen Bereich, sondern als Geburtsstätte modernster
Techniken, die teils die Welt veränderten, dargestellt. Dafür bedanke ich mich im Namen der österreichischen Bundesregierung und wünsche der Ausstellung viel Erfolg.
Den Besuchern wünsche ich eine interessante Zeit. An ihnen liegt es nun, über das Gelingen der Ausstellung zu urteilen. "Tirols Beitrag zur Raumfahrt setzt einen neuen, innovativen Akzent in der
interessanten Museumslandschaft des Unterinntals und bereichert das kulturelle Angebot der ganzen Region. Vielleicht ist die Ausstellung auch ein Ansporn für die Jugend unseres Landes, sich dafür zu engagieren, Tirol auch auf technischem Gebiet an die
Spitze zu bringen.

 

 


Günther Platter
Bundesminister für Landesverteidigung


Erste Bilder der Sonderausstellung