| Mars-Simulation
in der Wüste mit Tiroler Beteiligung Seit 2001 simulieren Wissenschaftler in der Wüste von Utah die Lebensbedingungen auf dem Mars. Bei dem Projekt, das die bemannte Raumfahrt zum Roten Planeten propagiert, hatte nun der erste nicht-amerikanische Forscher das Kommando inne. Mitten in der Steinwüste hat die Mars Society, eine Vereinigung von 5.000 Weltraumfans, für eine Millionen Dollar (rund 1,14 Millionen Euro) eine Marsstation aufgebaut, in der "Astronauten" unter realistischen Bedingungen das Leben auf dem Roten Planeten üben können. Dort verbringt ein mehrköpfiges Team abgeschlossen von der Außenwelt jeweils zwei Wochen mit Experimenten. Jeder Bewohner hat einen winzigen Schlafraum, dann gibt es noch einen relativ großen Aufenthaltsraum sowie einen Laborbereich. Dass es sich bei dem Projekt nicht um wirre Fantasien, sondern um ein Ernst zu nehmendes Projekt handelt, beweist allein die Liste der Teilnehmer. Neben einem Physiker des Max-Planck Instituts für Aeronomie in Katlenburg-Lindau, arbeiten zahlreiche weitere Top-Wissenschafter mit. Darunter sind NASA-Mitarbeiter, Weltraumforscher, Geologen, Geophysiker, Biologen und Architekten. Ihnen allen gemeinsam ist der Wunsch, die menschliche Erkundung des Roten Planeten voranzutreiben und zu beweisen, dass eine Mission bereits in den kommenden Jahren möglich ist. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will dagegen zunächst im Jahr 2015 eine unbemannte Sonde zum Mars schicken, die Bodenproben zurückbringen soll. Erst in den Jahren danach ist eine bemannte Mission angedacht. Viel zu spät findet die Mars Society. Sie will durch ihre Experimente und durch Öffentlichkeitsarbeit die Regierungen in aller Welt dazu bringen, bereits im nächsten Jahrzehnt eine bemannte Mission zu unterstützen. In einer ersten Stufe drängt die Gesellschaft den Kongress, dass die NASA künftig ein Prozent ihres Budgets oder 140 Millionen Dollar für die Entwicklung von Technologien zur menschlichen Erkundung des Mars beiseite legen soll. Originalutensilien von diesem Projekt und Fotos von Tiroler beteiligten sind erstmals bei der Ausstellung in Kramsach zu sehen. |
![]() Originalutensilien von diesem Projekt und Fotos von Tiroler beteiligten sind erstmals bei der Ausstellung in Kramsach zu sehen. |
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