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Die
LunarSat Mission
LunarSat war ein Konzept
für eine 120kg schwere Mondsonde, die zu Beginn des dritten Millenniums
in eine Umlaufbahn um den Mond geschickt werden sollte, um den Südpol
des Erdtrabanten eine halbes Jahr zu umkreisen, seine Eignung für
den ersten menschlichen Außenposten zu untersuchen und zahlreiche
wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Das Projekt wurde 1996
im Rahmen der Alpbacher Sommerschule (eine gemeinsame Veranstaltung der
Europäischen und Österreichischen Raumfahrtagentur) initiiert.
Diese Sommerschule bringt Studenten aus ganz Europa zusammen um praktische
Machbarkeitsstudien für Raumfahrtprojekte durchzuführen. Nach
Ende des intensiven zehntägigen Workshops lud die Europäische
Raumfahrtagentur die Studenten ein, ihr Vorhaben weiter zu verfolgen.
Seitdem wuchs das Projekt stetig angewachsen und verband junge Ingenieure
und Wissenschafter in ganz Europa unter der Führung der Technischen
Universität München. Von der Universität Innsbruck (Institut
für Astrophysik) wurde die europaweite Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
betreut.
Neben den detailliertesten Karten des Mond-Südpols und Messungen
der Magnetosphäre des Mondes plante LunarSat auch nach Wassereis,
der mit Abstand wertvollsten Ressource des Sonnensystems, eingebracht
durch Kometeneinschläge.
LunarSat wurde in mehrfacher Hinsicht als eine ungewöhnliche Herausforderung
gesehen: zum einen kamen neuartige Managementtechniken und die Anwendung
neuester Technologie zum Tragen, andererseits bot das Projekt -erstmalig
in der interplanetaren Raumfahrt- eine großartige Trainings-Chance
für zukünftige europäische Hightech Ingenieure und Wissenschafter.
Das Projekt wurde im September 2003 aus finanziellen Gründen auf
unbestimmte Zeit verschoben.
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