Ein Tiroler Beispiel: Hanns Hörbiger


Als Junge liegt Hanns Hörbiger gerne auf der Erde und schaut in den Himmel. Er beobachtet die Wolken, die Sonne, den Mond und die Sterne, ist von diesen allumgebenden Wundern so fasziniert, daß er im Freien die Nacht verbringt, eingebettet in einen Daunenschlafsack, den Kopf auf wasserfesten Pölstern mit sturem Blick aufwärts. Leuchtenden Sternschnuppen nächstens und schimmernden Tautropfen am Morgen, die ihm in Folge die Erleuchtung zu seiner gesamten Welteistheorie bringen sollen.
Deren große Anhängerschar und noch größere Gegnerschaft, Gläubige wie Skeptiker, Weiterentwickler wie Verdammer ihm in bestimmten Kreisen zu gewissem Ruhm verhelfen, indem sie einen Mondkrater, den Hörbiger-Krater nach ihm benennen.
Hanns Hörbiger, geboren am 29. 11. 1860 in Wien-Atzgersdorf
(† 11. 10. 1931 Wien) entstammte einer Tiroler Bauernfamilie aus der Wildschönau und war Techniker. Der Enkel des Orgelbauers Alois Hörbiger und Vater von Paul Hörbiger und Attila Hörbiger konstruierte das massearme erste reibungsfrei geführte Plattenventil für Gebläse, Pumpen und Kompressoren (Patent 1895). Als Urheber der Welteislehre, einer wissenschaftlich nicht fundierten Theorie der Kosmogonie, übte er großen Einfluss auf den Tiroler Max Valier aus.

Wildschönau Hans Hörbiger -
Begründer der " Welteislehre"